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Passfoto mit dem Handy: 9 Gründe, warum es abgelehnt wird

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Smartphones fotografieren heute schärfer als die meisten Fotoautomaten. Trotzdem schicken Ämter selbst gemachte Passfotos immer wieder zurück, und meist aus denselben Gründen. Hier sind die neun häufigsten. Zu jedem erfahren Sie, was die Behörden genau verlangen und wie Sie den Fehler von Anfang an vermeiden.

Neun Passfotos derselben Person: nur eines ist korrekt, die anderen sind schief, zu dunkel, mit Sonnenbrille, mit offenem Mund, vor unruhigem Hintergrund, unscharf, schwarzweiss oder mit spiegelnder Brille

Gut zu wissen: Bei acht dieser neun Punkte hilft Ihnen Photo Express automatisch, bevor Sie bezahlen. Die App prüft Bildausschnitt, Schulterhaltung, Lächeln, Sonnenbrillen, dicke Brillenfassungen und Schwarzweissbilder, richtet den Zuschnitt an Ihrem Gesicht aus und ersetzt den Hintergrund.

Die Regeln beruhen auf dem internationalen ICAO-Standard und den Vorgaben der einzelnen Länder. Für Schweizer Pässe, Identitätskarten und Führerausweise gilt die Fotomustertafel des fedpol, für deutsche Dokumente die Fotomustertafel des deutschen Bundesinnenministeriums. Die meisten Anforderungen sind gleich, Unterschiede gibt es bei den Massen und beim Gesichtsausdruck. Eine Übersicht finden Sie unter ICAO-konforme biometrische Fotos.

1. Der Kopf ist zu klein oder zu gross

Die Behörden geben genau vor, wie gross das Gesicht auf dem Foto sein muss. Bei Schweizer Dokumenten misst es vom Kinn bis zur Schädeldecke mindestens 29 und höchstens 34 Millimeter, bei Kindern unter 11 Jahren mindestens 23 Millimeter. Beim deutschen Pass sind es 32 bis 36 Millimeter vom Kinn bis zum oberen Kopfende (ohne Haare).

Handyfotos scheitern hier oft, weil sie von Hand zugeschnitten werden. Bleibt zu viel Platz über dem Kopf, wird das Gesicht zu klein. Wird zu eng geschnitten, fehlen Kinn oder Haare.

So vermeiden Sie es: Schneiden Sie das Foto nicht selbst zu. Lassen Sie bei der Aufnahme etwas Platz um Kopf und Schultern.

Das macht Photo Express: Der Zuschnitt wird automatisch an Ihrem Gesicht ausgerichtet und genau auf die Masse des gewählten Dokuments gebracht.

2. Der Bildausschnitt stimmt nicht

Das Gesicht muss mittig sitzen, der Kopf ganz im Bild und die Schultern sichtbar sein. Ein Foto, das schräg oder aus zu kurzer Distanz aufgenommen wurde, lässt sich nachträglich nicht mehr richtig zuschneiden.

So vermeiden Sie es: Die Person, die fotografiert, hält das Handy gerade und auf Ihrer Augenhöhe. Kopf und Schultern sind vollständig zu sehen.

Das prüft Photo Express: den Bildausschnitt. Passt er nicht, werden Sie gebeten, die Aufnahme zu wiederholen.

3. Das Bild ist unscharf

Verlangt ist ein scharfes, kontrastreiches Bild, auf dem das ganze Gesicht klar erkennbar ist. Unschärfe entsteht durch eine verschmierte Linse, eine zitternde Hand oder zu wenig Licht.

So vermeiden Sie es: Linse reinigen, Rückkamera verwenden, bei Tageslicht fotografieren und das Handy ruhig halten.

Das prüfen Sie selbst: Kontrollieren Sie in der Vorschau, ob das Gesicht scharf ist. Falls nicht, wiederholen Sie die Aufnahme.

4. Der Hintergrund ist unruhig oder hat Schatten

Verlangt ist ein einfarbiger, neutraler Hintergrund ohne Muster, Gegenstände, andere Personen und Schatten. Zu Hause ist das schwierig: Ein Bilderrahmen, eine Türkante oder der eigene Schatten an der Wand reichen für eine Ablehnung.

So vermeiden Sie es: Stellen Sie sich mit etwas Abstand vor eine Wand. Hinter Ihnen sind keine Fenster, Lampen oder anderen Personen.

Das macht Photo Express: Der Hintergrund wird automatisch entfernt und durch einen neutralen Farbton ersetzt, der zum gewählten Format passt.

Sie sehen das fertige Foto, bevor Sie bezahlen, und entscheiden erst dann.

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Die Datei kostet CHF 8.90, ein Konto brauchen Sie nicht, verarbeitet wird in der Schweiz.

5. Kopf oder Schultern sind schief

Verlangt ist eine Frontalaufnahme: Schultern gerade, Kopf weder geneigt noch gedreht noch gekippt, Blick direkt in die Kamera. Schon eine leicht schräge Haltung kann zur Ablehnung führen.

So vermeiden Sie es: Stehen Sie aufrecht, das Gewicht auf beiden Beinen, die Schultern parallel zur Kamera.

Das prüft Photo Express: die Schulterhaltung.

6. Lächeln mit offenem Mund

Für Schweizer Ausweise ist ein freundlicher Ausdruck erlaubt, für deutsche Dokumente muss er neutral sein. In beiden Fällen gilt: Mund geschlossen, Augen offen, kein Lächeln mit Zähnen. Ein breites Lächeln verändert die Proportionen des Gesichts, die beim biometrischen Abgleich gemessen werden.

So vermeiden Sie es: Lippen locker schliessen und entspannt in die Kamera schauen. Bei Schweizer Ausweisen gilt: freundlich ja, Zähne nein. Bei deutschen Dokumenten bleibt der Ausdruck neutral.

Das prüft Photo Express: ob Sie lächeln.

7. Sonnenbrille oder getönte Gläser

Sonnenbrillen und getönte Gläser sind nicht erlaubt. Ausnahmen gibt es nur aus medizinischen Gründen, etwa bei einer Sehbehinderung.

So vermeiden Sie es: Nehmen Sie die Sonnenbrille ab, auch wenn sie nur im Haar steckt.

Das prüft Photo Express: ob eine Sonnenbrille im Bild ist.

8. Die Brillenfassung verdeckt die Augen

Eine normale Brille ist erlaubt. Die Augen müssen aber vollständig sichtbar sein, die Fassung darf sie nicht verdecken und die Gläser dürfen nicht spiegeln. Typische Probleme sind dicke Fassungen und Reflexe von Fenster oder Blitz.

So vermeiden Sie es: Nehmen Sie die Brille im Zweifel für das Foto ab. Wenn Sie sie tragen, verzichten Sie auf den Blitz und lassen das Licht leicht von der Seite kommen.

Das prüft Photo Express: ob die Brillenfassung auffällig dick ist.

9. Das Bild ist schwarzweiss oder gefiltert

Viele Ämter verlangen ein Farbfoto, etwa die Strassenverkehrsämter für den Führerausweis, auch wenn das Bild im Ausweis später schwarzweiss gedruckt wird. Ausserdem muss der Hautton natürlich wirken. Filter, Beauty-Modus oder ein Porträtmodus mit künstlicher Unschärfe verändern genau das.

So vermeiden Sie es: Verwenden Sie die normale Kamera-App und schalten Sie alle Filter und Effekte aus.

Das prüft Photo Express: ob es ein Schwarzweissbild ist.

Worauf Sie selbst achten

Einige Punkte hängen vom Licht bei der Aufnahme oder von der Einreichung ab. Darauf achten Sie am besten selbst:

  • Schatten im Gesicht. Ein Schatten auf der Haut lässt sich nachträglich nicht entfernen. Stellen Sie sich mit dem Gesicht zum Fenster und vermeiden Sie eine Deckenlampe direkt über dem Kopf.
  • Kopfbedeckung. Mützen und Kappen sind nicht erlaubt. Bei Schweizer Ausweisen gibt es Ausnahmen nur aus nachgewiesenen religiösen oder medizinischen Gründen; das Gesicht muss dann mindestens vom Kinn bis zum Haaransatz erkennbar sein. Bei deutschen Dokumenten sind Ausnahmen vor allem aus religiösen Gründen möglich; das Gesicht muss dann vom Kinn bis zur Stirn sichtbar sein.
  • Alter des Fotos. Das Foto muss aktuell sein. Für den Schweizer Führerausweis gilt als Richtwert höchstens ein Jahr. Ein altes Ferienfoto geht nicht.
  • Papier. Wird ein Papierfoto verlangt, muss es auf echtem Fotopapier gedruckt sein. Das Strassenverkehrsamt Zürich zum Beispiel akzeptiert weder gescannte noch selbst ausgedruckte Fotos.
  • Das richtige Format. Ein quadratisches US-Visumfoto (2 × 2 Zoll) passt nicht auf ein Schweizer Formular mit 35 × 45 mm. Wählen Sie immer das Format Ihres konkreten Dokuments.

Das brauchen Sie

  • Format: das Format Ihres Dokuments, zum Beispiel 35 × 45 mm für den Schweizer Führerausweis und viele europäische Dokumente. Für den Schweizer Pass macht das Passbüro das Foto in der Regel selbst.
  • Licht: weiches Tageslicht von vorne, keine direkte Sonne.
  • Zweite Person: Sie fotografiert mit der Rückkamera auf Augenhöhe.
  • Papier oder Datei: steht im Formular oder auf der Website der Behörde. Papierfotos nur auf echtem Fotopapier.
  • Bei Photo Express: das passende Format, etwa «Schweizer Führerausweis», «Deutscher Pass / Ausweis» oder «EU / Schengen-Visum».

Papier oder Datei?

Das entscheidet die Behörde. Viele Strassenverkehrsämter wollen das Foto auf Papier zum Gesuch, andere bieten einen Upload an. Bei Visa kommt es auf das Land an: Manche Anträge laufen über ein Online-Portal mit Datei-Upload, andere verlangen Papierfotos. Was Ihr Kanton verlangt, steht auf der Website Ihres Strassenverkehrsamts. Für Aargau, Basel-Stadt, Genf, Luzern, Tessin und Waadt finden Sie die Details in unserer Übersicht Führerausweis-Foto nach Kanton, für Visa in der Übersicht Visumfoto nach Land.

Photo Express liefert Ihnen immer die geprüfte Datei (CHF 8.90). Brauchen Sie Papier, bestellen Sie gedruckte Fotos per Post an eine Schweizer Adresse (CHF 14.90, Datei inbegriffen). Oder Sie lassen die Datei bei einem Fotoservice auf Fotopapier drucken. Achten Sie dann darauf, dass das Bild weder skaliert noch beschnitten wird.

Häufige Fragen

Akzeptieren Behörden Passfotos, die mit dem Handy gemacht wurden?

Oft ja, wenn das Foto die Vorgaben erfüllt, zum Beispiel beim Strassenverkehrsamt oder in einigen Kantonen für die Identitätskarte ohne Chip bei der Gemeinde. Es gibt aber Ausnahmen: Für den Schweizer Pass macht das Passbüro das Foto in der Regel selbst. In Deutschland akzeptieren die Pass- und Ausweisbehörden nur noch Fotos, die im Amt oder bei einem Fotodienstleister aufgenommen und digital übermittelt werden. Das Strassenverkehrsamt Zürich wiederum lässt Sie das Foto für das Lernfahrgesuch am Schalter mit dem eigenen Handy machen, wenn Sie das Gesuch dort persönlich einreichen.

Geht auch ein Selfie?

Besser nicht. Mit ausgestrecktem Arm verzerrt die Frontkamera die Proportionen. Lassen Sie sich von einer zweiten Person mit der Rückkamera auf Augenhöhe fotografieren.

Brauche ich eine weisse Wand?

Nein. Photo Express entfernt den Hintergrund automatisch. Eine ruhige Wand hilft trotzdem, weil von dort kein Licht kommt. Hinter Ihnen sollten keine Fenster, Lampen oder Personen sein.

Kann ich die Aufnahme wiederholen?

Ja. Wiederholen Sie die Aufnahme, wenn die App Sie dazu auffordert oder Ihnen das Ergebnis nicht gefällt. Sie bezahlen erst, nachdem Sie das fertige Foto gesehen haben.

Was passiert, wenn mein Foto trotzdem abgelehnt wird?

Lehnt eine Behörde Ihr Foto von Photo Express wegen mangelnder Fotoqualität ab, erstatten wir den vollen Betrag. Stellen Sie den Antrag innert 60 Tagen nach dem Kauf über das Rückerstattungsformular; die Bedingungen stehen in den AGB. Was Sie sonst noch tun können, erklärt unser Ratgeber «Foto abgelehnt: Was jetzt?».

Stand: Oktober 2026. Massgebend sind die aktuellen Vorgaben der Behörde, die Ihr Foto entgegennimmt.

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